Wettbewerb 2. Preis, 2022

Die Baufelder zwischen Kurfürstenanlage und Bahnhofstraße haben in den letzten 100 Jahren häufig ihr Gesicht verändert und sich den Bedürfnissen der Stadt angepasst. Nur der Name Bahnhofstraße erinnert noch an die erste intensive städtische Nutzung. Das Plangebiet befindet sich im südlichen Gleis- und Ladebereich des nicht mehr vorhandenen Bahnhofsgeländes des Badischen Bahnhofs - des ehemaligen Heidelberger Hauptbahnhofs. Historische Pläne zeigen die Lage der Gleisanlagen und Betriebswerke an dieser Stelle. Mit dem gestalterischen Verweis auf eine vergangene Zeitschicht wollen wir die dynamische Veränderung von Stadträumen und deren Anpassung an die Bedürfnisse einer Stadtgesellschaft verdeutlichen. Darüber hinaus sind Bahnhöfe öffentliche Orte des Ankommens und Weggehens - Orte der Begegnung. In unserem Entwurf wollen wir die Gestaltung für einen zukunftsweisenden urbanen Raum finden, der sich dynamisch an wechselnde Nutzungsintensitäten anpassen kann, klimaresilient und klimaschützend ist und sich von allen Menschen leicht aneignen lässt. Nach den letzten Jahren des "social distancing" soll der von uns gestaltete Stadtraum die Menschen zusammenbringen, die Nachbarschaften verbinden und eine offene Stadtgesellschaft fördern, die ihre Stadt liebt.

Auslober: Stadt Heidelberg gemeinsam mit Diringer & Scheidel Städtebau GmbH
Fläche: 3,2 ha