Neugestaltung Spielplätze
Mittweida, 2021

Die heute denkmalgeschützte Schwanenteichanlage in Mittweida entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Stadtpark mit großzügigen Wasserflächen, einem abwechslungsreichen Wechsel aus Wiesen- und Gehölzpartien sowie einem gut ausgebauten Wegenetz. Bis heute ist sie ein beliebter Naherholungsort für Anwohner und Gäste der Stadt. Neben dem alten Baumbestand prägen vor allem die fünf hintereinanderliegenden Teiche das Bild der Anlage.

Vor Beginn der Sanierung wurden eine gartendenkmalpflegerische Zielkonzeption sowie ein Masterplan erarbeitet. Im Zuge der Umsetzung wurde der historische Baumbestand gezielten Pflegemaßnahmen und wurde durch behutsame Auslichtungen sowie standortgerechte, klimaangepasste Ersatzpflanzungen weiterentwickelt. Das Wegenetz wurde saniert und den heutigen Anforderungen, insbesondere der Barrierefreiheit, angepasst.
Ein Schwerpunkt lag auf der Sanierung der Teiche. Die stark geschädigten Uferbefestigungen aus Rasengitterplatten wurden durch naturnahe Böschungen ersetzt, die mit einer Steinschüttung aus rötlichem Granit stabilisiert und oberhalb des Wasserspiegels mit Oberboden überdeckt und angesät wurden. Zudem entstanden neue Natursteinmauern, teils in Form von Trockenmauerwerk. Durch die Entschlammung der Teiche konnten sowohl die Wasserqualität als auch das Rückhaltevolumen verbessert werden.
Für zusätzliche Attraktivität sorgen heute zwei neue Spielbereiche für unterschiedliche Altersgruppen, die das Umfeld beleben und den Park als Naherholungsziel weiter aufwerten. Besonderer inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der spielerischen und kindgerechten Wissensvermittlung der Themen Energie und Ökologie.

Bauherr: Stadtverwaltung Mittweida
Fläche: 0,2 ha
Fertigstellung: 2021

Bürgerbeteiligung

In Vorbereitung der Umgestaltung der Schwanenteichanlage wurden mit Schülern des unmittelbar benachbarten Gymnasiums Workshops durchgeführt, die sich thematisch mit den Inhalten des Projektes befassten. Auf spielerische Art und Weise wurden so Ideen entwickelt, die die Schwerpunkte des „energieautarken Parks“ wie auch der Möglichkeiten einer aktiveren Nutzung in den Vordergrund stellen.