Auf dem Jenaer Beutenberg-Campus errichtete das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF ein neues Forschungsgebäude mit Labor- und Reinraumflächen. An dem Standort wird zu wichtigen Zukunftsfeldern wie den Quantentechnologien geforscht. Ziel der Freianlagengestaltung war es, funktionale Anforderungen – wie Erschließung, Technikflächen und Wegeführung – mit hoher Aufenthaltsqualität und einer sensiblen landschaftlichen Einbindung in das stark hangige und bewachsene Gelände zu vereinen.
Die barrierefreie Erschließung erfolgt von Norden über einen großzügig gestalteten Eingangsplatz mit Treppe und Rampe. Das bestehende Wegenetz wurde im Zuge der Baumaßnahme angepasst. Eine neu geführte Rad- und Fußwegverbindung verläuft nun entlang der Grundstücksgrenze und verbessert die Anbindung des Gebäudekomplexes.
Entlang der südlichen Fassade des Instituts erstreckt sich eine großzügige, nach Süden ausgerichtete Terrasse mit weitem Blick ins Saaletal. Gerahmt von Zierkirschen und vielfältigen Staudenpflanzungen, bietet sie Mitarbeitenden und Besucher einen attraktiven Ort für Erholung und Begegnung im Freien.
Die ausgeprägte Hanglage des Geländes wird durch mehrere Aufkantungen aus geschichtetem Bruchsteinmauerwerk abgefangen. Sitzauflagen auf der oberen Mauer laden zum Verweilen ein. Die beiden unteren Trockenmauern fassen einen Regenrückhaltebereich ein, der der kontrollierten Versickerung von Niederschlagswasser dient und zugleich als ökologisches Gestaltungselement Lebensräume für Flora und Fauna schafft. Der bestehende, wertvolle Baumbestand an der südlichen Grundstücksgrenze konnte weitgehend erhalten werden. Ergänzt durch gezielte Neupflanzungen sorgt er für ein angenehmes Mikroklima.






