Göttingen

Im Zuge der Sanierung der Stadthalle Göttingen wurde auch das bisher wenig einladende Umfeld des Gebäudes neu geordnet und aufgewertet. An der Schwelle zur Göttinger Innenstadt stellt das Stadthallenumfeld als stark durchgrünter Platzraum die Verbindung zwischen Cheltenhampark und Theaterplatz her und trägt damit zur Überwindung der Zäsur im Stadtwall bei.
Der vorhandene Baumbestand wurde vollständig erhalten und durch klimaangepasste Neupflanzungen ergänzt. Vorhandene und neue Bäume wurden in Pflanzinseln mit Staudenbepflanzung gefasst, die in einem lockeren Raster über den Platz verteilt sind und unter anderem durch die Rückhaltung von Regenwasser in den Pflanzflächen einen wichtigen Beitrag zu einem angenehmen Stadtklima leisten.

Zwischen den Pflanzinseln lädt ein großzügiges Angebot an informellen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Die eigens für den Platz entworfenen Sitzmodule wurden in unterschiedlichen Anordnungen aufgestellt und machen den Platz zu einem Ort der Begegnung und des Austausches.
Der zentrale Bereich des Platzes bleibt offen. Lediglich ein filigraner „Vorhang“ aus fliederartigen Gehölzen (Prunus sargentii/Scharlachkirschen) rahmt den Eingang zur Stadthalle. Vor den Hauptzugängen des Gebäudes wurde - in Anlehnung an die Fliesen der Fassade - ein symbolischer Teppich aus großformatigen, verschiedenfarbigen quadratischen Steinplatten verlegt. Das Foyer der Stadthalle wird so in den Außenraum verlängert, der Platz wird zur Bühne des städtischen Lebens.

Bauherr: Stadtverwaltung Göttingen
Planungspartner: SSP AG Karlsruhe / soll sasse architekten Dortmund