Göttingen , in Planung

Im Zuge der Sanierung der Stadthalle Göttingen wird auch das bisher wenig einladende Umfeld des Gebäudes neu geordnet und aufgewertet. An der Schwelle zur Göttinger Innenstadt soll das Stadthallenumfeld als stark durchgrünter Platzraum die Verbindung zwischen Cheltenhampark und Theaterplatz herstellen und damit zur Überwindung der Zäsur im Stadtwall beitragen.
Der vorhandene Baumbestand wird vollständig erhalten und durch klimaangepasste Neupflanzungen ergänzt. Vorhandene und neue Bäume werden in Pflanzinseln mit Staudenbepflanzung gefasst, die in einem lockeren Raster über den Platz verteilt werden und unter anderem durch die Rückhaltung von Regenwasser in den Pflanzflächen einen wichtigen Beitrag zu einem angenehmen Stadtklima leisten.
Zwischen den Pflanzinseln lädt ein großzügiges Angebot an informellen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Die eigens für den Platz entworfenen Sitzmodule werden in unterschiedlichen Anordnungen aufgestellt und machen den Platz zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs.
Der zentrale Platzbereich bleibt offen. Lediglich ein filigraner „Vorhang“ aus fliederästigen Gehölzen (Prunus sargentii/Scharlachkirschen) rahmt den Eingang der Stadthalle. Vor den Hauptzugängen des Gebäudes wird - in Anlehnung an die Fliesen der Fassade - ein symbolischer Teppich aus großformatigen, verschiedenfarbigen quadratischen Steinplatten verlegt. Das Foyer der Stadthalle wird somit in den Außenraum verlängert, der Platz wird zur Bühne des städtischen Lebens.

Bauherr: Stadtverwaltung Göttingen
Planungspartner: SSP AG Karlsruhe / soll sasse architekten Dortmund

Oktober 2023: Die Sitzelemente wurden eingebaut.