Ziel des Gestaltungskonzeptes für den Gendarmenmarkt war zunächst die Entwicklung eines städtebaulichen Leitbildes für den Platz in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Landesdenkmalamt, begleitet von einer intensiven Bürgerbeteiligung. Im Fokus standen dabei die reichhaltigen Potenziale dieses sehr belebten „Berliner Salons“, seine Entwicklungsgeschichte sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Konflikten und Defiziten. Aufbauend auf einer intensiven Analyse der geschichtlichen, stadträumlichen, funktionalen und gestalterischen Gegebenheiten wurden Leitlinien erarbeitet und in weiteren Planungsschritten weiter vertieft.
Die Erhaltung des großzügigen offenen Platzraumes mit den städtebaulich wichtigen Sichtachsen, eine ruhige, elegante und dennoch robuste Oberflächengestaltung sowie der sensible Umgang mit den vorhandenen Zeitschichten waren dabei wichtige Planungsziele. Prächtige Solitärbäume aus der Gründerzeit, die in den 30er Jahren angelegte steinerne Zentralfläche sowie die Umgestaltung zu DDR-Zeiten prägen heute gleichermaßen den Platz. Das gestalterische Konzept verbindet diese Elemente verschiedener Epochen zu einer „vielschichtigen“ Synthese, die Geschichte des Gendarmenmarktes bleibt lesbar wie in einem offenen Buch. Auf der Grundlage unserer Planung wurden wesentliche Bereiche des Platzes umfassend saniert. Dabei ist es gelungen, das gesamte Regenwasser zu versickern und dem Grundwasser zuzuführen, ohne das Kanalnetz zu belasten.
Fläche: 3,5 ha
Fertigstellung: 2025









Beteiligung von Bürgern und Fachexperten
Mit einer Dokumentation in digitaler und gedruckter Form wurde die Erarbeitung des Konzeptes in allen Phasen begleitet. Höhepunkte der öffentlichen Diskussion waren die Bürgerveranstaltungen im Schauspielhaus, wo die Planungen mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten diskutiert, korrigiert und weiterentwickelt wurden. Eine weitere Besonderheit dieses Projektes war auch die intensive fachliche Diskussion. Auf einem eigens durchgeführten denkmalpflegerischen Kolloquium wurden die ästhetischen und gesellschaftlichen Aspekte der Platzgestaltung im Kontext der jeweiligen Zeitepochen diskutiert, Hinweise aus dem Kreis der Fachexperten sind in die weitere Planung eingeflossen.
