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Wettbewerb Besselpark, Berlin-Kreuzberg

Neugestaltung eines innerstädtischen Parkraumes

In enger Anlehnung an den Bestand wird die vorhandene Struktur des Besselparks grundsätzlich respektiert. Während sich zur Friedrich- und Markgrafenstraße platzähnliche Flächen orientieren, erstreckt sich in den übrigen Bereichen eine großzügige Parkwiese. Diese wird lediglich durch die vorhandenen und neu hinzugefügten Wege unterbrochen. Die diagonal geführten „Besselbahnen“ greifen hier, am Ort der ehemaligen preußischen Sternwarte, das Thema der vom Geodäten Friedrich Wilhelm Bessel beschriebenen Flugbahnen der Himmelskörper auf. Auch andere Elemente im Park sind vom Motiv der Lichtstrahlen und Messlinien inspiriert und geben dem Entwurf seine gestalterische Begründung.

Die teilweise nötige Abgrenzung des Parks wird auf ein Mindestmaß beschränkt und möglichst beiläufig und transparent gestaltet. Ziel ist es, die Bewegungsströme in funktionierende Bahnen zu lenken und damit einen größtmöglichen Anteil an ungestörten Aufenthaltsflächen zu schaffen. Auf der Nord- und Südseite wird ein schmales, transparentes Geländer mit einem durchlaufenden Holm zum Anlehnen oder auch – als „Lattebalken“ – zum Abstellen des Cafè Latte angeordnet. Der markante Kastanienhain im Westen sowie der Birkenhain im Osten bleiben erhalten und werden durch Aufastung und Auslichtung atmosphärisch aufgewertet.

Auf dem kleinen Platz an der Friedrichstraße wird der „Wunschbrunnen“ als ein leicht erhöhtes Wasserelement vorgesehen. Auch hier wird das das Motiv der Linien aufgegriffen und es entsteht eine charakteristische Gliederung der Oberfläche. Entlang der Linien werden jeweils Schriftzüge angeordnet, die einen ganz individuellen Wunsch beschreiben. Diese in den Brunnen eingelassenen Worte sind sehr persönliche Beiträge der hier lebenden Menschen in ihren verschiedenen Sprachen. Der „Wunschbrunnen“ entsteht als eine kulturelle Skulptur, die in einem gemeinsamen Prozess der Partizipation gestaltet wird.

Projektdaten

Ort: Berlin-Kreuzberg
Auslober: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Fläche: 1,4 ha
Wettbewerb (1. Preis): 2016