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Freiräume an der Akademie Jüdisches Museum, Berlin

Gestaltung einer innerstädtischen Platzfolge

Die räumliche Konzeption geht mit einer ruhigen und zurückhaltenden Freiraumgliederung auf den Zusammenhang zwischen den beidseits der Lindenstraße gelegenen Gebäuden Museum und Akademie ein. Gleichartige Gestaltprinzipien und Bodenbeläge verbinden deren Umfelder und geben dem Gesamtkomplex eine gemeinsame Identität. Die am Auftakt der neuen Platzfolge positionierte Baumgruppe schafft eine transparente Zäsur und stellt sich in eine logische Reihe mit vorhandenen Baumgruppen. Gleichzeitig entsteht auf dem Vorplatz ein herausgehobener Bereich mit einer besonderen Atmosphäre, in den das vorhandene Kunstwerk in selbstverständlicher Weise eingebunden ist. Die in Form und Anordnung zurückhaltenden Sicherheitspoller vermitteln eine ruhige Beiläufigkeit und lassen der Blickbeziehung zwischen den Gebäuden freien Raum. Die Platzoberfläche wird in einem Natursteinpflaster befestigt, dessen Gliederung den vorhandenen Strukturen des Vorplatzes am Kollegiengebäudes entspricht. Der Grundriss der ehemaligen Sternwarte wird als Fuge im Pflaster nachgezeichnet. Der Preußische Normalhöhenpunkt ist als besteigbare Skala erlebbar. An den Platzkanten sind einfach geformte, steinerne Sitzmöbel vorgesehen. Sie nutzen die konkrete räumliche Situation und sind größtenteils in Beziehung zum Haupteingang der Akademie gesetzt
Projektdaten

Ort: Berlin
Bauherr: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Fläche: 0,5 ha
Wettbewerb (1. Preis): 2010
Fertigstellung: 2013
Architekt: Daniel Libeskind