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Gewandhausareal am Neumarkt, Dresden

Neugestaltung eines grünen Stadtplatzes

Seit der barocken Erweiterung des Neumarktes war der Standort des Alten Gewandhauses nicht mehr bebaut, sondern Bestandteil des Platzraumes. Nachdem Überlegungen der Wiederbebauung und damit der Schließung des Übergangs zum Jüdenmarkt nicht zum Erfolg führten, beschloß der Dresdner Stadtrat nach einer öffentlich geführten Diskussion die Transformation des Areals in einen grünen Platzraum.

Das Konzept greift die Geschichte des Ortes auf und entwickelt die Idee eines „räumlichen Hybrids“, der sowohl Platzraum als auch Grünraum ist. Eine Pflanzung aus geschnittenen Platanen demonstriert in ihrer kubischen Wirkung die Dimensionen des früheren Gebäudes, läßt jedoch unter den hoch aufgeasteten Baumkronen den Platz hindurchfließen. Längs ausgerichtete Steinplatten bilden einen Kontrast zum Straßenpflaster des Neumarktes und greifen das Motiv der Tuchbahnen auf, die früher an dieser Stelle gehandelt wurden. Auf der Linie der unterirdisch noch vorhandenen Zwingermauer wird ein langgestrecktes Sitzelement positioniert, an dessen Stirnseite ein Trinkbrunnen integriert ist.

Mit der „Baumhalle“ entsteht direkt gegenüber der Frauenkirche ein urbaner Stadtraum, der den Charakter des Alten Gewandhauses als ein öffentlicher Ort der Stadtgesellschaft aufgreift. Das Erdgeschoß dieses „Grünen Stadthauses“ wird gleichzeitig zum Treffpunkt und Ruheplatz, bietet vor allem aber einen vorzüglichen Blick auf den imposanten Kirchenbau.

Projektdaten

Ort: Dresden
Bauherr: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt/Grünflächenamt
Fläche: 1,5 ha
in Planung
Planungspartner: Hänel Furkert Architekten, Dresden