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Masterplan Gärten der Welt, Berlin-Marzahn

Freiraumplanerisches Konzept für Bestandsgelände und Erweiterungsflächen

Mit dem Bau der Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf entstand bereits in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts eine großzügige Freizeit- und Erholungslandschaft in der Wuhleniederung. Nach der Ausrichtung der „Berliner Gartenschau“ (1987) wurde das Gelände ständig weiterentwickelt und hat als die „Gärten der Welt“ bis heute eine sehr hohe Beliebtheit mit stets steigenden Besucherzahlen erreicht.

Als es im Jahre 2012 möglich wurde, angrenzende Flächen zu erwerben, konnte der Park um wesentliche Teile erweitert werden. Ziel der Masterplanung war es, die planerischen Potentiale der neu hinzukommenden Areale zu untersuchen, die Qualitäten des Bestandsgeländes zu definieren und daraus ein langfristig orientiertes Gesamtkonzept zu entwickeln. Während die bestehenden Flächen vor allem durch ihre kleinteiligen, thematisch vielfältig orientierten Gärten charakterisiert sind, wurden mit den Erweiterungsflächen großzügig dimensionierte Parkbereiche konzipiert. Das bereits vorhandene Motiv des klassischen Landschaftsparks wird aufgegriffen, organisch geformte Geländemodellierungen und Wegerouten prägen auch zukünftig den Charakter des Raumes. Zusätzliche Eingänge verknüpfen die Anlage besser mit dem Freiraumsystem der Umgebung, durch weitere Ausstattungsbausteine wie z.B. thematisch orientierte Spielplätze entstehen zusätzliche Nutzungsangebote.

Der westliche Parkrand wird durch ein Band von „Gartenkabinetten“ ausgebildet, die in ihrer weiteren Ausgestaltung moderne, zukunftsorientierte Themen aufgreifen. Hier befindet sich auch der neue Haupteingang mit Besucherrestaurant und betriebsnotwendigen Logistikflächen.

Als ein erster Realisierungsschritt wurden die südlichen Erweiterungsflächen mit einem neuen Parkeingang hergestellt. Das landschaftliche Potential der Wiesen beidseits des „Koppelfließes“ wurde dabei aufgegriffen und weiter entwickelt. Weit geschwungene Wege und standortgerechte Pflanzungen prägen hier eine großzügige, naturhaft anmutende Parklandschaft.

Mit der Entscheidung, die Internationale Gartenschau 2017 in den „Gärten der Welt“ auszurichten, wurde die Masterplanung weiter qualifiziert und diente als Grundlage für weitere Planungen.

Projektdaten

Ort: Berlin
Auftraggeber: Grün Berlin Park und Garten GmbH
Fläche: 45,0 ha
Wettbewerb (1. Preis): 2007
Planung: 2008
Planungspartner: Seebauer, Wefers und Partner Gbr, Berlin

Der Ort
Die Entwicklung des Geländes um den Kienberg in verschiedenen Zeitschnitten von Oben nach Unten: 2012, 1981, 1953 und 1922.